FW Photography

Wilkommen auf meiner Hompage!

Die Deutschlandtour

Kennt ihr das? Ihr wollt in den Urlaub? Die Planungen laufen schon immer viel früher. Manchmal ein halbes Jahr, manchmal schon ein Jahr vorher. Bei mir war es anders. 2016 war ich (so glaube ich) das erste Mal in Bayern. Damals habe ich gerade mit dem Fotografieren angerfangen und die Kamera hatte ich natürlich dabei. Ich glaube ich habe noch nie so viele Bilder gemacht. An die Tausend Fotos waren es damals in sieben Tagen. Wahnsinn. Der Norddeutsche, das erste Mal in den Bergen. Mir hat es sehr gefallen. Die Landschaft, die Seen, die Berge und das Klima. Atemberaubend. Ich musste schnell feststellen, dass es blaues Wasser nicht nur in der Karibik gibt, sondern auch in Deutschland. Damals bin ich wie ein Tourist nach Bad Reichenhall gefahren, um die Landschaft zu sehen. Dabei kamen wir an dem Thumsee, der ziemlich nahe an Bad Reichenhall liegt. Aber dieser Ort, war so Touristen überlaufen, dass ich mich einfach nicht wohl gefühlt habe und mir klar wurde, dass es auf der Welt noch schönere Orte geben müsste, mit weniger Menschen

Sonntagabend den 6.09. wurde das Auto gefüllt, die Getränke wurden kaltgestellt und am Montag ging es dann endlich los. Kühlbox, Schlafsäcke, Zelt, Isomatten, Klamotten für 7 Tage, Drohne und Kamera. Alles rein in den geräumigen 97er BMW Compact. Die Frau eingeladen und los ging es in das 588km entfernte Hohenstein bei Dresden in die Sächsische Schweiz.

Nach knapp 350km machten wir dann die erste Pause in Berlin. Nach einem kurzen Halt und einem kleinen Spaziergang ging es dann weiter in die Sächsische Schweiz. Dort angekommen, errichteten wir unser Lager auf einem Campingplatz, gingen noch einkaufen, dann essen und der erste Tag war vorbei, denn am nächsten Tag sollte es schon ziemlich früh los gehen. Wenn man sich um 19 Uhr in seinen Schlafsack zurückzieht, damit man am nächsten Tag früh aufstehen kann, dann aber bis Mittag schläft, weiß man: „Das hat der Körper gebraucht“. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit gebratenen Bratwürstchen und Bohnen in Tomatensoße ging es dann erstmal los. Wir wollten einem Tipp nachgehen, dass sich in der Nähe eines Hotels ein befindet.

Auf ging es also zum „Lichtenhainer Wasserfall“. Dieser Ort sollte neben der Bastei Brücke einer der schönsten in der Gegend sein. Nach 45min war es dann soweit, also naja….sagen wir nach 1,5h. Wir sind nämlich vorbeigefahren. Da es mit einem tiefergelegten Auto etwas schwerer ist im Gelände zu parken und dieser Ort so Touristen überschwemmt war, dass keine ausgebauten Parkplätze mehr frei waren, blieb uns nichts anderes übrig. Die Straßen waren gerade mal breit genug für 1,5 Autos. Bedeutet, es gab alle 3km eine Ausweichfläche. Und dann eine Wendemöglichkeit zu finden. Schlimm!

 Als wir dann endlich einen Parkplatz gefunden hatten und wir zu Fuß am Wasserfall ankamen…. War meine erste Reaktion – Enttäuschend. Der Versuch, das bisschen Wasser auf einem Bild festzuhalten, löste in mir schlechte Laune aus.Überall Touristen und Menschenmassen. In Zeiten von Corona nicht unbedingt der Platz an dem man sein möchte.  Also Stativ und Kamera wieder rein in den Rucksack und beleidigt und maulig zurück ins Auto. Die einzige Alternative die wir auf die schnelle auftun konnte, war die Basteibrücke bei Tageslicht erkunden Natürlich sind hier auch jede Menge Touristen gewesen aber dieser Besuch sollte nur den nächsten Tag vorbereiten. Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch die Sächsische Schweiz ging es dann zurück zum Campingplatz. Angekommen m Campingplatz entspannten wir uns und saßen noch bis in die späten Abendstunden vor unserem Zelt und beobachten bei Kerzenschein die Sterne. Dann ging es auch irgendwann ins Bett.

Schonmal eine Frau geweckt die Kaffee liebt und ihr erklärt das man keine Zeit für Kaffee hat? ☕️

Naja es war 4Uhr, 12 Grad und Stockfinster. War nicht meine beste Idee, aber meine bessere Hälfte wusste worauf sie sich einlässt. Und los ging es. Okay. 50% des Campingplatzes wurde durch das Starten des BMWs geweckt, aber ich glaube, bevor sie verstanden haben das ich es war, waren wir eigentlich schon runter vom Platz. Kurze Morgenhygiene und los ging es Richtung Basteibrücke. Natürlich mit einem Umweg von 50min über die nächste Tankstelle, um die leeren Kaffeebecher zu füllen. Ganz so ein schlechter Freund bin ich dann doch nicht.

Auf dem Rückweg musste ich leider feststellen, dass schon ein bisschen Farbe am Horizont zu sehen war. Die Stimmung im Auto war also umgekehrt. Die Frau war glücklich und ich hatte Angst den Moment zu verpassen. Also so schnell wie möglich parken, Rucksack auf, Kopflampe an, Stativ in die Hand und los ging es. Und ich muss gestehen, der ganze Stress hat sich gelohnt!

Zurück am Campingplatz wurde dann gefrühstückt, das Lager zusammengepackt und das nächste Ziel war schon in Reichweite. Es trennten uns also nur noch knapp 700km und 7-8h Autofahrt vom nächsten Ziel – BERCHTESGADEN 😇

Ausschlafen! Das beste am Urlaub. Zwischen einer Baustelle im Tal und der B20 Richtung Königssee ist dies aber leider nur bis ca. 8 Uhr möglich. Da bringt dir auch kein „Hightechzelt“ etwas.

Also Frühstücken, Duschen und Wanderschuhe an. Es ging Richtung Königssee. Abgeschreckt von allen Unfalltoten, die von dem Königsbach-Wasserfall fielen, weil sie meinten sie müssten sich abseits aller gesicherten Wanderwege, zu einem natürlichen „Infinity Pool“ begeben, machten wir uns also auf den Weg zum Königsbach-Wasserfall. Natürlich zum Fuß des Wasserfalls und nicht zum Insta Hotspot, der übrigens in einem „unberührteren Nationalpark“ liegt und man bei der Besichtigung einfach die Natur noch mehr schädigen würde. Auf dem weg dahin, wurde das obige Foto eingefangen… Die Aussicht im Nationalpark ist einfach unglaublich.Da wir den ganzen Tag andern waren, war der Tag schnell vorbei. Wie es sich in einem Urlaub gehört, sind wir im Anschluss noch essen gewesen in einem kleinen Einheimischen Gasthaus. Zwischen Schweinebraten mit Knödeln und Soße, Käsespätzle und Salat, ließ sich das mit frischem Bier aus der lokalen Brauerei echt gut aushalten. Zurück am Campingplatz ging es dann nur noch unter die Dusche und direkt in den Schlafsack.

Der neue Tag begann ein bisschen holperig. Auf dem Weg zur Dusche hatte ich mein Handtuch vergessen, auf dem Rückweg die Duschmarken und so zog sich dieser Morgen irgendwie bis 12Uhr. Nach dem Frühstück machten wir uns wieder auf dem Weg zum Königssee.  Dort nahmen die Fähre, um zum Obersee zu gelangen. Die Tickets für die Fähre Buchten wir online am Vorabend und so bekamen wir noch plätze auf einer der Fähren. Auf der Fähre (Klassische Touristen Tour) wurde einem erst klar, wie riesig der Königssee eigentlich ist. Bei Ankunft am Obersee stand Fotografieren eigentlich im Hintergrund, da auch hier ein „Insta Hotspot“ liegt. (Könnt ihr in der Story sehen). Angekommen wanderten wir aber zu der Stelle, an dem keine Menschen waren. Auf dem Weg dorthin, fing ich dieses Wunderschöne Bild ein! Einfach traumhaft! Wenn man so etwas noch nie gesehen hat, ist dieser Ort umso mystischer. Das blaue Wasser, Die Berge, die sich im Wasser spiegeln, die Ruhe, das nicht vorhandene Mobilfunknetz. Einfach klasse! Vor Ort snackten wir erstmal ein paar Nussriegel und machten es uns einfach mal bequem. Das einzige was man an diesem Ort hört, ist das Windrauschen und die Vögel. Naja gut. Hin und wieder auch ein paar pubertäre Jugendliche, die laut ihr Instagram Account mit Bildern fluteten und dabei Lärm wie auf einem Basar erzeugten. Irgendwann fing es an zu regnen und so begaben wir uns auf dem Rückweg zur Fähre. Zurück am Anleger gab es dann noch eine Leberkässemmel und eine Brezel. Auch an diesem Tag fielen wir einfach nur Tot in unser Zelt. Ich sag mal so. Die Durchschnittliche Schlafenszeit im Urlaub lag bei 20:30Uhr 🤣😴

Fahrt ins Allgäu
„Schweres Gewitter“. Das war die erste Benachrichtigung, die ich auf meinem Handy gelesen habe, nachdem mich mein Wecker aus dem schlaf gerissen hat. Es war 9Uhr. Zeit zum Aufstehen. Es sollte ins Allgäu gehen zu einem kleinen Gemütlichen Campingplatz am Riegsee. Ich bin ehrlich. Es sollte ins Allgäu gehen. Mehr wusste ich zu dieser Zeit auch nicht. Also haben wir uns fertig gemacht, die Sachen gepackt, geduscht, gefrühstückt und haben das Zelt zusammengelegt. Wisst ihr, wir haben das Zeltabbauen des Wurfzeltes perfektioniert. Mittlerweile brauchen wir keine zwei Minuten mehr. Alle die uns beobachtet hatten waren begeistert. Es gab nur ein Problem. Irgendwie war die Zelthülle weg. Die lag nämlich im Zelt. Also alles von vorne. Als wir alles verstaut hatten, machten wir uns auf den Weg in das Herz von Schönau. Da gab es LTE. Am Campingplatz war ich froh, dass man kein Internet benötigt, um die Uhr zu lesen. Als wir dann einen neuen Campingplatz gefunden hatten und dieser direkte Platz für uns hatte, ging es auf die nächsten 300km zum nächsten Ort. Auf dem Hinweg sind wir durch Ruhpolding gefahren, um dort an der Wasserquelle unsere Vorräte aufzufüllen. Angekommen am Riegsee ging es dann direkt einkaufen, Zeltaufbauen und Abendbrot essen. Tatsächlich war dieser Tag nicht so spannend. Aber manchmal ist der Weg, das Ziel.

Eibsee Wanderung
Wenn man ständig arbeitet, hat der Körper irgendwann gar keine Möglichkeit sich zu regenerieren. Das musste ich feststellen, als ich am 7. Tag am Riegsee wach wurde. Schnupfen und leichter Husten bahnten sich an. Also schnell zum Frühstück ein Granulat einer Firma, die hier nicht genannt wird und eine Stunde später ging es mir besser. Also machten wir uns Langsam auf, tranken Kaffee, lagen am See und machten den ganzen Tag nichts! Außer abends, da ging es an den Walchensee. Erst am 8. Tag konnten wir uns aufraffen und besuchten den Eibsee.  Fern ab der Zivilisation nahmen wir einen Umweg von 17km auf und wanderten den ganzen Tag. Am nächsten Tag ging es dann mit einem Umweg über Konstanz am Bodensee in den Schwarzwald. Am Bodensee hatte ich etwas zu erledigen, was mir sehr am Herzen lag. Ich besuchte das Grab, eines sehr guten Freundes, der 2016 von uns gegangen ist. Vielleicht ist dieser Punkt der, wieso ich diese letzten drei Tage zusammen gefasst habe Mehr möchte ich auf dieses Thema nicht eingehen.



Trieberger Wasserfälle

Nachdem wir gefühlt eine halbe Weltreise ins den tiefsten Schwarzwald hinter uns hatten, sind wir endlich angekommen. Das erste Mal nach 10 tagen zeigte es sich, was es bedeutet mit einem Tiefergelegten Auto in die Berge zu fahren. Lag aber auch nur daran, dass der neue Campingplatz direkt auf der Bergschräge lag. Der heutige Tag gestaltete sich etwas, sagen wir ruhig. Die Nacht war ruhig aber kurz und das Frühstück wurde durch leichten Nieselregen unterbrochen. Also ging es unter die Dusche und anschließend zurück ins Zelt. Zusammen im Schlafsack eingerollt, gab es erstmal eine Große Portion #netflix und Kakao! Auch das ist Urlaub. Nachdem wir irgendwann wieder eingeschlafen waren und um 12 wach wurden, gab es Mittag und wir machten uns auf dem Weg nach Triberg. Triberg liegt in den Mitten des Schwarzwaldes auf 600 bis 1038m Höhe. Westlich in Triberg, liegen die Triberger Wasserfälle Diese Stürzen verteilt auf mehreren Etagen ca. 170m in die Tiefe. Auf sehr gut ausgebauten wegen, kann man vom Höchsten Punt zu den einzelnen, tieferen Abschnitten gelangen.
Abends ging es dann zu einer „Fancy“ Burger Bude, mitten in Freiburg im Breisgau. Diese lag mitten in einem Studentenviertel, da ich auf dem Weg dahin immer wieder von irgendwelchen Radfahrern angemault wurde, sind wir doch zum #gasthauszurgoldenenmöwe. Danach fielen wir vollgefuttert in unser Bett.

Wie im Regenwald
Der 11. Tag wurde mit dem Segen der Sonne und des Ausschlafens gesegnet. Nach einem Ausgiebigen Frühstück, gingen wir Duschen und uns Frisch machen. Der Besitzer des Campingplatzes, wurde aufgrund unseres „Partnerlooks“ (beide hatten ein „FW-Photography“ Shirt an) auf uns aufmerksam und erzählte uns von einem Wasserfall, der gar nicht mal so weit weg mitten im Herzen das Schwarzwaldes liegt. Nach einer kurzen Planung auf der Wanderkarte ging es los. Wir fuhren mit dem Auto zu einem Parkplatz mitten im Tal. Von dort aus wanderten wir hoch bis auf 800m zum Wasserfall. Der Weg war echt steil. Vorbei an alten Häusern, ging es den Schmalen Wanderweg hinauf zum Wasserfall.
Ein Wasserfall, der so aussieht als würde man im Regenwald stehen. Unglaublich! Und das Beste war, kein Müll und keine Touristen.  Das ist auch der Grund, wieso ich den Ort hie nicht nennen werde.

Im Anschluss ging es dann nach Rothaus zum Brauereigasthof zum Essen. Zwischen Biersoße, Schweinebraten, Knödeln und einem frisch gezapften Bier direkt aus der Brauerei genossen wir unseren letzten gemeinsamen Urlaubstag. Am nächsten Tag sollte es in Richtung Heimat gehen.

Das Ruhrgebiet
Ein bisschen schlecht gelaunt bin ich an diesem Morgen aufgestanden. Der Gedanke daran, dass wir nach dem Frühstück die Sachen packen würden, sorgte nicht für besser Laune. ABER. Irgendwann ist jede schöne Zeit vorbei. Das beste daran ist aber, wenn man geht, kann man wiederkommen. Und packten wir die Sachen und es ging für uns los. Aber irgendwie, wollten wir nicht nach Hause! Aus diesem Grund suchten wir uns nach 400km ein Hotel und 150km später trafen wir dort ein. Ein Bett, eine Riesen Decke und eine Eigene Dusche. Irgendwie war es ein Gefühl von Luxus. Wenn man 11 Tage in Gemeinschaftsduschen duscht, auf dem Gaskocher kocht, das Handy per Powerbank läd, lernt man solche Kleinigkeiten zu schätzen.

Die Chance ausgiebig zu Duschen nutzten wir und so war jeder fast eine Stunde im Bad. Im Anschluss ging es dann zu Foodbrother! Es gibt leider keine besseren Burger

Home sweet Home

Es ging Heim! Die letzte Etappe von fast 4000km quer durch Deutschland bricht an. Aber dieser morgen wurde mit einem riesigen Frühstücksbuffet im Hotel eröffnet. Und was soll ich sagen. Late Check out, hat halt seine Vorteile. Um 9Uhr aufstehen, dann Essen und dann? Richtig! Schlafen! Aber auch nur bis um 12! Denn ab da ging es die letzten 420km im Anschluss nach Hause!

3650 km

350l Benzin

14 Bundesländer

71km Wanderstrecke

Über 180000 Schritte

9000 Höhenmeter

800 Fotos

Und eine Unglaublich schöne Zeit, die man Nicht in Zahlen ausdrücken kann!

Das war unsere Deutschlandtour 2020!

„Erlebnisse sind die Quellen, aus denen jeder Teil eines künstlerischen Werkes gespeist wird“

Wilhelm Dilthey

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